

CD-Titel
CD bestellen
|
Daniela Braun, Violine – Frank Lubnow, Klavier
"Der Kuss der Fee"
Johann Sebastian Bach schrieb seine 'Sonate für Violine und obligates Clavier' in f-moll um 1720, gleichwohl kann man das Stück als das modernste dieser CD-Einspielung bezeichnen : Die in den langsamen Sätzen geradezu mantrahaften Beleuchtung des musikalischen Materials in immer neuen Farben als auch Bachs harmonische Rückungen und die Dissonanzbehandlung verleihen dem Werk zeitlose Aktualität.
Als einer der bekanntesten Komponisten Russlands hat Igor Stravinsky den Grundstein für die Entwicklung der russischen Folklore zur nationalen Kunstmusik seines Heimatlandes gelegt. Auf Basis seines 1928 entstandenen Balletts "Der Kuss der Fee" hat er in späteren Jahren gemeinsam mit seinem Freund, dem Geiger Samuel Dushkin, zu Konzertzwecken das 'Divertimento' für Geige und Klavier arrangiert.
Astor Piazzolla erneuerte die traditionelle Tango-Musik Argentiniens durch die Einarbeitung von Jazz-Elementen und der Verwendung ungewöhnlicher Instrumente und Harmonien, wobei er sowohl Bestandteile der Klassik als auch der argentinischen Folklore integrierte.
Verano porteno bezieht sich auf die drückende Atmosphäre im hochsommerlichen Buenos Aires; 'Tanti anni prima' hat Piazzolla als Filmmusik für 'Henry IV' von Marco Bellocchio geschrieben.
Die Milonga, eine traditionelle Form der südamerikanischen Volksmusik, entstammt der spanischen Habenera; oft in einfachem ABA - Schema, wird sie im zügigen 2/4 Takt gespielt.
Bei der 'Milonga lenta' von Frank Lubnow ist der typische Rhythmus einer Milonga durch das gemäßigte Tempo nahezu dekonstruiert und erscheint nunmehr wie unter einem Mikroskop.
Gustavo Beytelmann war einst Weggefährte Piazzollas und ist einer der führenden Tango-Komponisten der Gegenwart. Er lebt in Paris und ist Dekan der Tangoabteilung des Konservatoriums in Rotterdam. 'Bethsabée' bezieht sich auf ein Portrait von Rembrandt der Muse König Davids im Musée du Louvre; es ist Teil seiner Komposition 'Bilder einer Ausstellung'.
Als Paul Claudel 1916 als französischer Botschafter in die brasilianische Hauptstadt Rio de Janeiro entsandt wird, begleitet Darius Milhaud seinen Freund dorthin. Er lernt die lateinamerikanische Folklore kennen, was seine Musik in den folgenden Jahren stark beeinflussen wird. Kurz nach seiner Rückkehr nach Frankreich entsteht 1919 das auf traditionellen Milonga-Rhythmen basierende Ballett "Le boeuf sur le toît", von dem er selbst eine Fassung für Violine und Klavier erstellt.
Daniela Braun spielt auf einer Geige von Carlo Giuseppe Testore (1710), die für diese Aufnahme freundlicherweise von Prof. Klaus Toyka zur Verfügung gestellt wurde.
Daniela Braun
Geboren in Potsdam, vielseitige musikalische Ausbildung schon im Kindesalter, u.a. im Berliner Rundfunk-Kinderchor. Abitur am musikorientierten C.Ph.E.Bach- Gymnasium in Berlin. Studium an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" bei Joachim Hantzschk und Eberhard Feltz (Streichquartett) sowie an der Universität der Künste Berlin in der Klasse von Antje Weithaas. Meisterkurse bei Christoph Poppen, Mauricio Fuks und Igor Ozim. Seit 2003 Studien mit Aleksandar Ivic (Berliner Philharmoniker). Konzertmeisterin der Jungen Sinfonie Berlin sowie bei vielen freien Berliner Opernproduktionen, u.a. Inboccallupo-Ensemble und Neue Opernbühne. Zwei Jahre beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Aktive Kammermusikerin; als Primaria des Abraxas Quartetts Preisträgerin des Internationalen Streichquartettwettbewerbs Tromp/Eindhoven (Holland) 2004.
CD-Titel
|
CD bestellen
|
|
|
|
|